Die wachsende Kluft schürt Unsicherheit
Mit den zunehmenden geopolitischen und regulatorischen Spannungen weltweit steigen innerhalb der Branche die Sorgen rund um Datensicherheit, Datenschutz und Datenintegrität. Informationen, die lange Zeit als strategische Vermögenswerte galten und auf die sich die Branche stützt, sind heute zu einer Quelle der Beunruhigung geworden. Der Wert von Daten ist hoch – und damit auch die realen und wahrgenommenen Bedrohungen.
Die Compliance-Bürde im On-Premise-Modell
Versicherer haben sich traditionell für die Speicherung ihrer Daten On-Premise entschieden. Dies verschaffte ihnen die physische Kontrolle, die sie mit höherer Sicherheit gleichsetzten. Doch das On-Premise-Modell wird zunehmend untragbar, da die Aufrechterhaltung einer sicheren, konformen Infrastruktur immer ressourcenintensiver und kostspieliger wird.
Neue Regulierungen wie der Digital Operational Resilience Act (DORA) verlangen von Versicherern, dass sämtliche Software stets mit den neuesten Sicherheits-Patches und Schutzmechanismen aktualisiert ist. Angesichts nahezu täglich auftretender Cyberbedrohungen müssen Versicherer extrem wachsam sein – ein erheblicher Aufwand, insbesondere für jene, die keine großen IT-Abteilungen betreiben.
“ Bei Fadata nehmen wir die Sorgen rund um Datenbedrohungen sehr ernst. Gemeinsam mit T-Systems, einem Unternehmen der Deutschen Telekom, ermöglichen wir vollständige Datensouveränität ohne Kompromisse.”
- Rasmus Lynge, Chief Product and Technology Officer, Fadata
Die einfache Antwort: SaaS
SaaS bietet eine überzeugende Alternative zu On-Prem. Durch den Wechsel zu agilen, skalierbaren SaaS-Lösungen mit integrierter Compliance geben Versicherer die Komplexität der Systempflege, des Patchings und der Sicherung ihrer Infrastruktur ab. Die Sicherheitsherausforderung wird vereinfacht: Statt ein Compliance-Büro zu betreiben, können Versicherer sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.
Die große Frage: Wo liegen die Daten?
Lokale Lösungen für europäische Versicherer sind begrenzt – das macht sie besonders vorsichtig und hält sie von SaaS-Lösungen ab, da diese oft in Regionen gehostet werden, die in puncto Datensicherheit am meisten Sorge bereiten.
Und diese Sorgen sind nicht unbegründet. Nach US-Recht können Behörden Zugriff auf Daten verlangen, die auf Servern amerikanischer Unternehmen liegen – selbst wenn diese physisch in Europa betrieben werden. Für Versicherer in der EU und im Vereinigten Königreich ist das ein Compliance-Dilemma: Ein solcher Zugriff würde gegen die DSGVO, DORA und den UK Operational Resilience Framework verstoßen.
Diese Sorge ist besonders ausgeprägt in sensiblen Bereichen wie Altersvorsorge- und Rentendaten, die langfristige persönliche und finanzielle Informationen enthalten. Schon ein theoretischer Zugriff könnte erhebliche rechtliche und reputative Konsequenzen haben. Und da sich die USA zunehmend abschotten, verbreiten sich die daraus entstehenden Bedenken – selbst in Ländern, die geografisch nah an den USA liegen.
Aber ist die Bedrohung real?
Fälle, in denen US-Behörden den Zugriff auf europäische Versicherungsdaten verlangen, sind selten. Doch die Wahrnehmung von Risiko ist mächtig. In einer Zeit globaler Spannungen und wachsendem Datenprotektionismus ist die Angst vor potenzieller Exponierung fast genauso bedeutend wie die tatsächliche Bedrohung. Und in einer Branche, die auf Vertrauen basiert, können Versicherer sich keinerlei Unsicherheit bei Kundendaten leisten.
Datensouveränität ist der Schlüssel
Die Antwort auf das SaaS-Datenproblem liegt in der Datensouveränität. Sie stellt sicher, dass Versicherer die volle Kontrolle über ihre Daten behalten – unabhängig davon, wo diese gespeichert sind. In der Praxis bedeutet dies: Verschlüsselte Daten bleiben ohne die unternehmenseigenen Schlüssel unlesbar, selbst wenn ein Dritter gezwungen wird, Zugriff zu gewähren. So werden die Vorteile von SaaS mit lokaler Compliance kombiniert, und die Kontrolle verbleibt beim Dateninhaber – zum Schutz von Kundenvertrauen und regulatorischer Integrität.
Nur wenige SaaS-Anbieter in der Versicherungsbranche bieten derzeit echte Datensouveränität. Diejenigen, die es tun, verfügen über ein strategisches Alleinstellungsmerkmal. Wir sind stolz darauf, dass Fadata dazugehört.
Bei Fadata nehmen wir die Sorgen rund um Datenbedrohungen sehr ernst. Gemeinsam mit T-Systems, einem Unternehmen der Deutschen Telekom, ermöglichen wir vollständige Datensouveränität ohne Kompromisse. Deutschland hat einige der strengsten Datenschutzgesetze Europas – die Zusammenarbeit mit einem deutschen Anbieter bietet daher maximale Sicherheit und wurde von unseren Kunden äußerst positiv aufgenommen.
Eine konforme Zukunft
Während Versicherer ihre Infrastruktur modernisieren, geht es längst nicht mehr nur um die Entscheidung zwischen On-Premise und SaaS. Es geht um die Wahl zwischen Komplexität und Klarheit – zwischen interner Risikoverwaltung und intelligenter Absicherung. Die Kombination aus Cloud-Simplicity und lokaler Compliance bietet den größten Nutzen. Es ist an der Zeit, dass die Zukunft der Daten nicht von Angst geprägt ist, sondern von Kontrolle, Transparenz und Vertrauen.
Über Fadata
Fadata verfügt über die Superkraft, die Zukunft der Versicherungsbranche zu gestalten. Mit einer über drei Jahrzehnte langen Unternehmensgeschichte sind wir ein führender Anbieter von Lösungen für Versicherungsunternehmen weltweit und bieten ein hochflexibles SaaS-Modell an. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern haben wir eine Experten-Community geschaffen, die Kundenerlebnisse, Innovation und geschäftlichen Mehrwert vorantreibt, Veränderungen möglich macht und täglich das Leben von Millionen Menschen beeinflusst.
Fadata integriert KI intern und verankert sie fest in unserer Produkt-Roadmap. Wir arbeiten zudem mit Kunden an deren eigenen KI-gestützten Geschäftslösungen – wie etwa STP Claims – und bieten KI-Lösungen von ausgewiesenen Experten über unser Ökosystem an, um die strategischen Geschäftsziele unserer Kunden zu unterstützen und zu beschleunigen.
Fadata betreut Kunden in über 30 Ländern weltweit. Der Hauptsitz befindet sich in München, mit internationalen Niederlassungen in Spanien, Bulgarien, Dänemark, Serbien, Peru und Malaysia. Unterstützt wird Fadata von den Private-Equity-Unternehmen Riverside und Lowell Minnick.